– Corona und Gesellschaft –

Zum Thema „Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Psyche“ haben Betina Petschauer und Georg Seebacher mit Univ.-Prof. Dr. Anton-Rupert Laireiter gesprochen. Er ist Professor für klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie an den Universitäten Wien und Salzburg sowie Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe und Psychotherapeut. Dabei ging es unter anderem um die Fragen, wie Corona die Gesellschaft verändert, wie die positive Psychologie helfen kann und welche Altersgruppe von den psychischen Auswirkungen am meisten betroffen ist. Das Audio-Interview dazu findet Ihr hier!

Georg hat sich insbesondere mit den Auswirkungen des Coronavirus auf die Gesellschaft beschäftigt. Was passiert, wenn wir unsere Feiern, unsere Geselligkeit aufgeben? Was heißt es für uns alle, wenn soziale Strukturen auf Eis gelegt sind? Antworten dazu findet ihr im Interview mit der renommierten Soziologin Michaela Pfadenhauer.

Eine Gruppe definiert sich nahezu ausschließlich über Massenveranstaltungen, Gruppendynamik und Herumreisen: Jene der organisierten Sportfans. In Österreich sind – nach kurzer Lockerung im Sommer – bis auf weiteres keine Spiele vor Publikum mehr erlaubt. Gut 1,3 Million Besucher kamen vor der Pandemie jährlich zu den Spielen der österreichischen Bundesliga, fast ebenso viele zu den Eishockeyspielen. Hier werden allwöchentlich Choreographien und Auswärtsfahrten organisiert, man tritt in der Masse auf. Der eigene Verein wird zelebriert, die Masse bringt Stärke und Identifikation, Gemeinschaftsgefühl. Die dunklen Seiten des Fantums sind wohl zu gut bekannt, aber die emotionale Bindung zum Erlebnis ist derartig groß, dass gerade die COVID-Maßnahmen und die erzwungene Stille große Auswirkungen auf die Anhänger haben: Sie sind ein Paradebeispiel für die Auswirkungen vom Verlust ihrer sozialen Strukturen. Wir haben mit Helmut Mitter, Fanbetreuer des SK Rapid Wien, gesprochen.